Liebe Parteifreunde, sehr geehrte Damen und Herren,
zu Beginn des neuen Jahres, des neuen Jahrzehnts sogar, möchte ich Ihnen viel Gesundheit, Erfolg und Glück wünschen.
2009 war ein Jahr, das für die CSU maßgeblich im Zeichen der Europa- und der Bundestagswahl stand. Hier mussten wir als Partei erneut erfahren, dass die traditionelle Einteilung in Wählerblöcke gerade in der Großstadt nicht mehr existiert. Denn obwohl die CSU in München als Sieger hervorgegangen ist, weil wir alle Direktmandate erobern konnten, mussten wir bei den absoluten Zahlen dennoch Verluste erleiden. Nach der Kommunal- und Landtagswahl 2008 und den beiden Wahlen 2009 steht für mich fest: Die Großstadtbevölkerung wird immer diversifizierter und gibt – zunehmend erst ganz kurz vor einer Wahl –der Partei oder Wählergruppe den Vorzug, die in der jeweiligen (Lebens-)Situation vermeintlich die eigenen Interessen am besten vertreten wird. Diese eigenen Interessen führen auch zu einem immer größeren Auseinanderdriften der städtischen Gesellschaft. Darüber hinaus beobachten wir ein zunehmendes Misstrauen gegen die Politik und ihre Akteure. Aber wie wollen wir – gerade als große Volkspartei, die ein weites Spektrum abdecken muss - dem entgegensteuern? Ich meine, eine Chance besteht darin, offen und transparent, nah und ehrlich mit den Sorgen und Nöten unserer Bürgerinnen und Bürger umzugehen. Darum bemühe ich mich, darum bemüht sich die Münchner CSU. Darüber hinaus müssen wir uns auch Themen stellen, die für eine Großstadt von entscheidender Bedeutung sind. Integration, aber nicht nur die Teilhabe ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch die der sozial Schwächeren stehen dabei im Fokus. Wir werden weiterhin Politik für den breiten Mittelstand, die Leistungsträger machen. Auch der Umweltschutz, der sich durchaus direkt hinter und vor der eigenen Haustür bewerkstelligen lässt, ist ein für die Stadtgesellschaft wichtiges Thema. Auch hier werden wir heuer unser Profil schärfen. Bei alledem ist aber eines am wichtigsten: Alle Mitglieder unserer Stadt-CSU müssen Hand in Hand zusammenarbeiten. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen. Die Mandatsträgerkonferenz im Herbst, die zum Ziel hatte, die einzelnen politischen Ebenen besser zu vernetzen, war ein erster Schritt in diese Richtung. Weitere werden folgen.
Zurufen möchte ich Ihnen: Auch 2010 wird bestimmt kein leichtes Jahr – dennoch, machen Sie mit, engagieren Sie sich, reden Sie mit – denn nur wer mitmacht, kann auch mitgestalten.
Herzlichst Ihr
Josef Schmid





