Olympisches Dorf – warum wollen SPD und Grüne bei der Verkehrserschließung
Am 03.02.2010 hat der Planungsausschuss den Grundsatzbeschluss für das Olympische Dorf beschlossen. Mit beiliegendem Änderungsantrag wollte die CSU ein Verkehrskonzept mit der Option einer Untertunnelung der Landshuter Allee einbezogen wissen.
CSU-Planungssprecher Walter Zöller wies darauf hin, dass die Anlieger der Landshuter Allee durch die geplante Bebauung an der Dachauer Straße einer weiteren Verkehrsbelastung ausgesetzt seien, andererseits ein Schutzbedürfnis der geplanten Bebauung bestehe, weshalb es Sinn mache, dies auch zusammen zu betrachten und eine Untertunnelung im Verkehrskonzept mit zu prüfen.
Dies stieß bei Rot-Grün auf Ablehnung. Man sehe keine Notwendigkeit, die Untertunnelung im Zusammenhang mit dem Olympischen Dorf bzw. der dort erfolgenden Wohnbebauung zu prüfen, so das Argument.
Stadträtin Mechthilde Wittmann, die bereits seit ihrem Amtsantritt die Untertunnelung fordert, appellierte daraufhin noch einmal eindringlich an Rot-Grün. Natürlich könne man den Grundsatzbeschluss ohne Verknüpfung zur Landshuter Allee beschließen. Aber es sei doch unstrittig, dass eine Bebauung an der Dachauerstraße einerseits Mehrverkehr auf der Landshuter Allee erzeuge, man aber andererseits auch diese Wohnungen vor dem Lärm der Landshuter Allee schützen müsse. Aber auch dieser Appell nützte nichts, die Rathausmehrheit blieb bei Ihrer Ablehnung.
Der Fraktionsvorsitzende Josef Schmid bedauert diese Ablehnung, denn eine Einbeziehung wäre vor Ort als wichtiges Signal verstanden worden. Nachdem die Stadtbaurätin versprochen hat, dass der Stadtrat demnächst mit der Frage der Untertunnelung, zu der es ja einige CSU-Initiativen gibt, befasst werden wird, werde man dort um so deutlicher auf die Notwendigkeit dringen.
